stories from the great north

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Durham November 16, 2009

Einsortiert unter: newcastle — the_lad @ 22:10
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Als ich versuche über eine Brücke in die Altstadt Durhams zu gelangen, werde ich von Möwen angegriffen.

Am vorletzten Samstag war ich mit der Erasmus Society in Durham. Die Zugfahrt dorthin dauert etwa eine Viertelstunde und Hin- und Rückfahrt kosten £4,50. Durham liegt in einer Schleife des Flusses Wear und damit ist die (Alt-)Stadt von drei Seiten mit Wasser umgeben.

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Die Kathedrale von Durham aus dem 11. Jhdt. und die Telefonzelle von Durham aus dem 20. Jhdt.

Diese Lage machte Durham relativ sicher. Da im Jahre 793 die Wikinger das Kloster der Insel Lindisfarne als ihr erstes Reiseziel auswählten, flohen die Mönche mit den Gebeinen des heiligen Cuthbert – da sie die Wikinger nicht weiter touristisch unterhalten konnten und wollten – nach Jarrow. Als die Wikinger das bemerkten, zogen sie ihrerseits nach Jarrow, um weiter Geld und Gold der Mönche zu erbeuten. Da die Mönche ihre Abneigung gegenüber den Nordmännern noch nicht überwunden hatten, flohen sie weiter – mit noch mehr Knochen beladen; denn sie hatten auch die Reste des Beda (‘the Venerable Bede’) aus Jarrow mit dabei – bis nach Durham, wo man sich so sicher fühlte, dass man das Kloster wiederaufbaute und im 11 Jhdt. begann, eine riesige Kathedrale zu bauen und darin die Reliquien der beiden Heiligen aufzubewahren.

Der Kreuzgang des der Kathedrale angehängten Klosters

Heute ist Durham eine etwa 40,000 Einwohner zählende Stadt, die vor allem wegen ihrer Universität bekannt ist. Die University of Durham soll die drittbeste englische (nicht britische; das ist wahrscheinlich St Andrew’s im schottischen Norden) Universität sein. Menschen aus Durham meinen, dass sei kein Wunder, denn in Durham gäbe es ja außer Kathedrale und Uni nichts. Wahrscheinlich gehen die 17,000 Studenten alle samstagabends in die Bibo, weil sie keine Disco in Durham haben.

Durham Castle ist heute ein Studentenwohnheim. Die Studenten bieten gegen eine Gebühr eine Fühurng durch die Burg an. Dann zeigen sie die Verliese, in denen ihre Kommilitonen auf Folterinstrumente gekettet für ihre Klausur lernen.

Ganz nebenbei für die Filmophilen unter euch: In Durham wurde das BBC-Drama ‘Billy Elliot’ gedreht.

Ansonsten ist der Ort ganz schön und einen Ausflug wert. (Oh, ich kann bald damit anfangen, Reiseführer zu schreiben.) Also, wenn ihr mal im Lande seid und einen Samstagnachmittag frei habt und die Aufnahmeprüfung in Oxford und Cambridge nicht geschafft hat und als kleiner Junge schon immer mal Ballett tanzen wolltet… kommt nach Durham!

 

Edinburgh November 16, 2009

Einsortiert unter: newcastle — the_lad @ 21:24

Vor vier Wochen habe ich Besuch aus Halle bekommen. Und weil Newcastle nach fünf Tagen langweilig wurde und der Regen uns von Outdoor-Aktivitäten abhielt, entschieden wir uns in den Norden zu fliehen und fuhren mit dem Zug in Albas Haupstadt, nach Edinburgh, um dort eine Freundin zu besuchen. Wettermäßig war es da nicht besser. (Ich hatte die Stadt wahrscheinlich mit Sidney oder Kapstadt verwechselt.) Allerdings bietet die schottische Haupstadt viel Kultur, Architektur, Natur und Struktur und sogar mehr Uhr an sich. (Die Uhr wurde Sonntagnacht um eine Stunde zurückgestellt)

Im Vergleich zu dem Edinburgh, das in ‘Braveheart’ vorkommt, hat sich die Stadt in den letzten 950 Jahren prächtig entwickelt. Es gibt natürlich immer noch das alte Castle, allerdings hat man die Stadt mit viel gregorianischer Architektur erweitert. Natürlich ist die Stadt recht touristisch, was man daran erkennt, dass an jeder Ecke Männer in Röcken stehen und in Säcke blasen. Trotzdem kann man den Massen leicht ausweichen (Vielleicht ist aber Ende Oktober auch nicht die Hauptsaison), wenn man sich durch enge Gassen geht und sich in die Stadtteile jenseits des Zentrums begibt.

Aber seht selbst:

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Das ist Edinburgh Castle, das mitten in der Stadt höchsten Hügel steht. Es war lange Sitz des schottischen Königshauses, bis diese ihre große Chance witterten, die englische Krone ergriffen und nach London umzogen.

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Dies ist die Royal Mile, die sich vom Castle zum Holyrood Palace, dem jetzigen Sitz von Königin Elizabeth, wenn sie in Edinburgh verweilt, quer durch die Old Town zieht. Schätzungsweise ist die Straße 1,609 km lang. Vielleicht ist eine Royal Mile aber auch länger als die Meile des Otto-Normal-Untertans.

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Ein Blick vom Castle in die Stadt. Vorn sind Nina und Marie, mit denen ich gemeinsam die fremde Stadt im fremden Land erkundete.

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Auf der Royal Mile steht auch Adam Smith, Autor von 'The Wealth of Nations' und damit Erfinder des Turbokapitalismus. Er war Schotte. Spricht das für oder gegen seinen Umgang mit Geld?

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Hier ein Mann im Rock mit Dudelsack. Die standen an wirklich jeder Ecke rum und spielen auch alle dasselbe Lied. Nach ein zwei Tagen kann das sehr nervig werden. Die armen Anwohner.

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Eine Hintergasse abseits der ausgetrampelten Touristenpfade.

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Hier gab es auch hübsche französische Restaurants. Schottland ist recht francophil und man sieht auch oft französische Schilder. Die Verbundenheit mit den Franzosen liegt wahrscheinlich an der gemeinsamen Vorliebe der Farbe Blau und der gemeinsamen Abneigung gegenüber England.

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Dies ist das Balmoral Hotel, was einige vielleicht als Setting des schottischen Independent-Films 'Hallam Foe' kennen werden. Er wohnt hinter der Uhr!

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Am Ende des Tages hörte es langsam auf zu regnen...

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...und wir wurden sogar mit blauem Himmel belohnt.

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Am nächsten Tag waren wir noch im botanischen Garten, wo es chinesische Brücken...

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...rote Büsche und schwarzes Gras...

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...Alternativen zum langweiligen Weihnachtsbaum...

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...und riesigen Rharbarber gab.

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Zum Abschluss noch ein Bild von der Zugfahrt durch die schottischen Lowlands. Die weißen Streifen im Vordergrund sind Schafe, die mit Schallgeschwindigkeit am Zug vorbeirennen. Kann aber auch sein, dass der Zug da schon losgefahren war.

 

My House November 16, 2009

Einsortiert unter: newcastle — the_lad @ 20:37

Ich bin jetzt schon fast zwei Monate hier und habe eigentlich den allerwichtigsten Blogeintrag vergessen. Alle anderen Study Abroad-Blogs, die ich so lese, beginnen alle mit Fotos der Wohnung. Also heute endlich Fotos:

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So sieht mein Haus aus. Meine Wohnung ist in der oberen der beiden Etagen und hat die schwarze Tür. Die Farbe der Tür sollte man sich merken, wenn man mein Haus sucht. Denn...

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...meine Straße sieht so aus. Eigentlich sieht mein ganzer Stadtteil so aus. Das hat aber auch Vorteile, wenn man eine Wohnung sucht. Man weiß, dass die Raumaufteilung immer gleich ist.

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Das hier ist mein Zimmer. Nur 10 qm groß, aber es passt alles rein, was ich so brauche. (Ja, es gibt auch einen Schrank. Darin stehe ich gerade, als ich das Foto aufnehme.)

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Wenn ich aus meinem Fenster schaue, sehe ich diese Hinterhofszene. Das Spannendste, was hier passiert, ist, dass einmal die Woche die Müllabfuhr durch die Straße fährt. Ach nein, am 5. November (Guy Fawkes Night - 'Remember, remember the fifth of November') haben meine Nachbarn Feuerwerk und Bonfire in ihrem 'Garten' (dort, wo der Baum steht) gemacht.

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Wenn man meine Straße runtergeht, kommt man in einen recht großen, schönen Park, in dem man z.B. dies hier sehen könnte. Hier gehe ich manchmal hin um zu lesen, Eis zu essen, Cricket zu spielen und um mein Mittagessen zu jagen (Eichhörnchen, Kaninchen, Cricketspieler).

 

 
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